Frankfurt. Toyota-Präsident Katsuaki Watanabe will die Produktionskosten für ein neues Billig-Auto seines Unternehmens weiter drücken und lässt daher die Konstruktionspläne noch einmal komplett überarbeiten. "Wenn ich den ersten Prototypen Ende März fahren würde, würde ich diesen Entwicklungsstand gar nicht so schlecht finden”, sagte Watanabe zu Automotive News Europe (ANE). "Aber ich habe gebeten, mehr für die Reduzierung der Kosten zu tun.“
Toyota will einen preiswerten Familienwagen für die boomenden Märkte in Indien, China, Russland und Brasilien anbieten. Zwar sei die Kostenreduzierung schwierig bei gleichzeitiger Zuverlässigkeit und hoher Qualität. Dennoch meinte Watanabe, er fühle, „es sei noch Platz für Qualitätsverbesserungen.“ Der Konzernchef lehnte es ab, weitere Details zu dem geplanten Wagen zu nennen. Aus Quellen bei den Zulieferern sickerte ANE zufolge jedoch durch, dass der Wagen den Codenamen EFC (Entry Family Cars) trage, gegen Ende des Jahrzehnts eingeführt werden solle und der Preis unter 800.000 Yen (5.000 Euro) liegen werde
.
In Frankfurt bestritt Watanabe allerdings diese Angaben: “Ich will nicht die Möglichkeit ausschließen, dass ein Wagen zum Preis von unter 800.000 Yen gebaut werden könnte. Allerdings denke ich, das würde zu Lasten der Sicherheit und der Qualität gehen, die Toyota anbieten will“, unterstrich der Konzernchef.