Leipzig. In seiner Rede am Ende des Pressetages der Automobilausstellung in Leipzig wurde Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee nicht müde zu betonen, dass das Messegelände „das schönste Europas, wenn nicht sogar der Welt“ ist. Völlig Unrecht hat er damit freilich nicht, Weltruhm bleibt der AMI selbst allerdings versagt. Weltpremieren gab es nur zwei, alle wirklich wichtigen fanden schon in Genf statt.
Dafür weht in Leipzig noch immer ein Hauch von Gleichheit und Brüderlichkeit durch die Hallen und die üppig verglasten Verbindungsgänge, betrachtet man sich nur die Standflächen der einzelnen Aussteller. Hyundai macht sich da genauso breit wie Mercedes, Renault wird noch einmal seiner Rolle als größter Importeur gerecht, bevor die Franzosen diesen Status an Toyota abgeben. Beide Marken rücken in Leipzig ebenso viele Modelle ins Rampenlicht wie Audi oder BMW. Kein Wunder, haben Importmarken doch einen erheblich höheren Marktanteil in den neuen als in den altenBundesländern.