Berlin. Der Autohersteller Ford beurteilt die Marktchancen für Vollhybrid-Fahrzeuge in Europa skeptisch. „Wir sind überzeugt davon, dass der Vollhybrid unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten in Europa kein wirklich gutes Angebot für den Kunden ist“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Ford-Werke, Bernhard Mattes, am Dienstag in Berlin auf dem Kongress der Automobilwoche.
Hybride Lösungen wird Mild oder Mikro-Hybrid-Fahrzeuge hätten durchaus Marktchancen, allerdings laufe der Vollhybrid in anderen Teilen der Welt durchaus besser. Als Beispiel nannte Mattes Kalifornien, „auch vor dem Hintergrund der Gesetzgebung“.
Dennoch forsche Ford mit großem Aufwand an diesem Thema: „Wir haben ein Programm aufgelegt mit einem Gesamtvolumen von einer Milliarde Pfund.“ Mattes unterstrich, damit sollten die Zukunftstechnologien – gemeinsam mit Volvo – zur Marktreife gebracht werden. Als Vollhybride werden Fahrzeuge bezeichnet, die mindestens zeitweise mit alternativen Antriebsarten fahren können. (mtü)