Köln. Vom Trend zu mehr Elektronik im Auto profitieren unter anderem die Entwicklungsdienstleister. Einer von ihnen ist das Kölner Unternehmen RLE International. "Elektrik/Elektronik ist das am stärksten wachsende Segment unserer vier Geschäftsbereiche", erklärt Ralf Laufenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung. So erstellen die Kölner etwa Konzepte zur Integration von Einparkhilfen im Auto. Zudem profitiere das Unternehmen "von den Entwicklungszwängen der Fahrzeughersteller", sagt Laufenberg.
Vor dem Hintergrund der CO2-Diskussion um gewichtsreduzierte und damit umweltfreundlichere Autos greifen die Hersteller etwa gerne auf die Leichtbau-Kompetenz von RLE zurück, so der Geschäftsführer. Um der Nachfrage gerecht zu werden, sucht das Unternehmen händeringend Spezialisten. Rund 200 Ingenieure - vor allem auf den Gebieten Fahrzeugelektronik und Karosserie - würden die Kölner gerne einstellen.
Zu den größten Kunden zählen Ford, General Motors, DaimlerChrysler sowie große Systemlieferanten. Ein Wunschkandidat auf der Kundenliste ist BMW. "Wir überlegen, 2008 in München einen Standort zu eröffnen", so Laufenberg. Im Jahr 2006 setzte RLE mit 650 Mitarbeitern 60 Millionen Euro um.