Hamburg. Die Hamburger Autohandelsgruppe Raffay, die dem Wolfsburger VW-Konzern gehört, steht im Zuge einer Vertriebsnetzoptimierung vor massiven Einschnitten in die Filial- und Personalstruktur. Bereits am 30. November wird der Traditionsbetrieb am Winterhuder Marktplatz geschlossen. Am 20. 12. werden überdies im Raffay-Haus Griegstraße alle Tätigkeiten eingestellt. Den Neuwagen-Verkauf und sämtliche Service-Aktivitäten sollen das neue Audi-Zentrum an der Kollaustraße sowie das Volkswagen-Zentrum Hamburg in der Fruchtallee übernehmen.
Von der Bereinigung der Filialstruktur sind 55 Beschäftigte betroffen, für die Raffay eigens eine Transfergesellschaft gegründet hat. "Ziel dieser Auffanglösung ist das Training der Mitarbeiter im Hinblick auf ihre rasche Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt", erklärte Raffay-Geschäftsführer Volker Fritz im Gespräch mit Automobilwoche. Für die Dauer von sieben bis zwölf Monaten wird Raffay den Betroffenen 80 Prozent ihres letzten Nettogehaltes überweisen. "Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat waren langwierig und hart", so Fritz. "Doch nun ist eine für beide Seiten tragbare Lösung gefunden".