Paris. Die Diskussion zwischen dem angeschlagenen US-Autokonzern General Motors und Renault/Nissan über eine Mögliche Allianz geht in die heiße Phase: "Wir arbeiten an einer Reihe von Optionen. Am Ende werden wir zu einer Allianz nicht ja oder nein sagen, sondern wir werden uns entscheiden, in welche Richtung wir gehen", sagte GM-Vorstandschef Rick Wagoner am Rande des Pariser Automobilsalons der Automobilwoche. Eine strategische Allianz könnte auf verschiedenen Gebieten Sinn machen.
GM-Chef Wagoner: Allianz mit Renault/Nissan könnte Sinn machen
Bis Mitte Oktober arbeiten nun Gruppen von GM- und Renault/Nissan-Managern zusammen, um eine Allianz beider Konzerne auszuloten. Dann soll es eine offizielle Erklärung geben. Wagoner verwies auf die Erfahrungen, die GM bereits mit anderen Allianzen und Beteiligungen gesammelt hat: "Die Beteiligung an Suzuki war sehr erfolgreich", sagte Wagoner, auf die gescheiterte Allianz mit Fiat angesprochen. Es gebe aber auch gute Gründe, nur auf Projektebene zusammenzuarbeiten, so der GM-Chef. "Wir diskutieren in alle Richtungen." Eine strategische Zusammenarbeit beider Unternehmen könne auch das Geschäft in Europa betreffen.
Gespräche mit dem US-Konkurrenten Ford über eine mögliche Allianz würden nicht fortgesetzt, so Wagoner: "Da gibt es derzeit keine Gespräche." Mit dem neuen Ford-Chef Allan Mulally habe er sich noch nicht getroffen. "Wir haben ein Mal telefoniert." Vor zwei Wochen stellte sich heraus, daß GM und Ford über eine Fusion oder Allianz geredet haben. Beide Unternehmen häufen derzeit in Nord-Amerika Milliardenverluste an, weil die Käufer verstärkt kleine Autos nachfragen und diese weniger profitabel sind. (rei/feb)