Frankfurt. Der Autohersteller Ford will die von der Bundesregierung für Anfang 2007 beschlossene Mehrwertsteuer-Erhöhung an seine Kunden weitergeben. "Uns bleibt gar nichts anderes übrig", sagte Fordwerke-Vertriebschef Jürgen Stackmann der "Berliner Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). "Die Steuererhöhung von drei Prozent wird durch etwa gleich stark steigende Preise bei den Kunden ankommen." Stackmann geht nicht davon aus, dass die Mehrwertsteuer-Erhöhung zu einem Abwürgen der Autokonjunktur führt. "Kurzfristig wird es einen Dämpfer geben", sagte er. "Aber der wird nicht lange anhalten.
Ford belastet Kunden mit höherer Mehrwert-Steuer
Die Entscheidung zum Autokauf ist keine Sache, die man beliebig nach vorne oder hinten verschieben kann, weil man ja auf das Fahrzeug angewiesen ist." Nach Stackmanns Aussage ziehen Kunden jetzt bereits geplante Autokäufe vor. "Es gibt eine regelrechte Jahresendrallye." Diese Verkäufe würden Anfang 2007 in der Absatzstatistik fehlen. "Danach wird sich die Lage entspannen. Die Mehrwertsteuer-Erhöhung hat keinen Langzeit-Effekt", sagte der Ford-Manager. Nach Einschätzung von Stackmann wird sich die derzeit in Deutschland tobende Rabattschlacht nicht weiter verschärfen. "Die Rabattschlacht hat ihren Zenit erreicht", sagte er. "Wer als Autofahrer ein Schnäppchen machen will, der sollte jetzt zugreifen. Höhere Rabatte wird es nicht mehr geben." (dpa-AFX/tb)