Wolfsburg. VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard prüft Möglichkeiten, die unterbeschäftigten Autowerke besser auszulasten. Zudem lässt er eine neue Strategie für Kleinwagen und Einstiegsmodelle erarbeiten. So hat Bernhard jüngst untersuchen lassen, ob eine teilweise Verlagerung der Produktion des Kleinwagens Fox aus Brasilien nach Europa für bessere Deckungsbeiträge sorgen könnte. Aufgrund des hohen Umrechnungskurses der brasilianischen Währung Real ist der Zweitürer aus Lateinamerika für VW ein Zuschussgeschäft. Derzeit ringen die Tarifparteien bei VW um die Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 28,8 auf 35 Stunden ohne Lohnausgleich. Dadurch würden Arbeitsplätze überflüssig und weitere Kapazitäten frei.
In der engeren Auswahl für eine Fox-Montage ist das Seat-Werk im spanischen Martorell, sowie die VW-Fabrik im slowakischen Bratislava, die als eine der produktivsten im Konzernverbund gilt. Wegen des hohen Investitionsbedarfs für eine Verlagerung hat VW-Chef Bernd Pischetsrieder die Fox-Pläne zunächst auf Eis gelegt.
Für die nächste Polo-Generation, die 2008 erscheint, strebt Bernhard eine Preissenkung von bis zu 2000 Euro an. Zudem sollen neue Varianten wie ein Coupé die Kleinwagen-Baureihe attraktiver machen.