Hannover. Der Automobilzulieferer Continental AG plant eine Ausweitung seiner Aktivitäten als Entwicklungsdienstleister für Fahrzeugproduzenten und deren Lieferanten. "Für das Jahr 2005 streben wir ein konzernweites Auftragsvolumen im zweistelligen Millionenbereich an", erklärte dazu Karl-Thomas Neumann, Vorstandsmitglied des Hannoveraner Unternehmens. Eine Vergleichszahl für das vergangene Geschäftsjahr nannte Neumann nicht. Insbesondere "im Bereich Fahrdynamik- und Chassisregelung" wolle Continental als Engineering-Anbieter "eine Nische besetzen", kündigte der für die Division Continental Automotive Systems (CAS) verantwortliche Manager an, denn "nur wenige Unternehmen" hätten das "dazu notwendige fachspezifische Wissen rund um Bremse, Chassis, Elektronik und Reifen am Auto".
Der Vorstoß der Continental AG geht zurück auf die erklärte Strategie des Konzernchefs Manfred Wennemer, der erst jüngst im Gespräch mit Automobilwoche bekräftigt hatte, die Abhängigkeit des Unternehmens vom traditionellen Reifengeschäft weiter reduzieren zu wollen. "Wenn der Tag kommt, an dem Automotive Systems die Hälfte unseres Geschäftsvolumens ausmachen", so Wennemer in einem früheren Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung, "werden wir gewiss nicht traurig sein".