Hamburg. Viele Autohersteller wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre ihre Investitionen in mobile Datendienste kräftig ausweiten. Nach einer Studie der Hamburger Unternehmensberatung Mummert Consulting werde im Durchschnitt voraussichtlich "annähernd jeder zwölfte Euro" der Gesamtbudgets in Produkte und Dienstleistungen des Mobilfunkbereichs investiert. Insbesondere im Hinblick auf eine stärkere Kundenbindung seien so genannte M-Business-Dienste für die Fahrzeugproduzenten von Interesse. So könnten sich Autofahrer künftig mittels spezieller Mobilfunkgeräte bei Pannen oder Unfällen "direkt orten lassen", wobei der Standort des Wagens sowie wichtige Fahrzeugmerkmale automatisch an ein Call-Center weitergeleitet würden. Von derlei Transaktionen erhofften die Autokonzerne "im Gegenzug eine Fülle von Daten über die Fahrgewohnheiten ihrer Kunden".
Im Vorfeld der Branchenmesse CeBIT, die vom 12. bis 19. März in Hannover stattfindet, haben etliche Fahrzeughersteller und Zulieferer neue Informations- und Kommunikationstechnologien angekündigt: "Zwei Drittel der deutschen Unternehmen", so die Autoren der Mummert-Analyse, "sehen im mobilen Geschäft neue Chancen".