Hamburg. Bei der Vermarktung von Gebrauchtwagen in Deutschland wird das Medium Internet immer wichtiger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Center Automotive Research (CAR) an der FH Gelsenkirchen im Auftrag des Hamburger Unternehmens Mobile.de. Schon jetzt, so das Autorenteam der Untersuchung "Einfluss des Internets auf den Pkw-Handel" um CAR-Chef Professor Ferdinand Dudenhöffer, nutzen 91 Prozent aller deutschen Autohändler Internet-basierte Automärkte.
Immerhin 48 Prozent der befragten 755 Automobilhändler gaben an, die Standzeiten im Gebrauchtwagengeschäft mittels Internet bereits reduziert zu haben. Zudem konnten etliche der Befragten das Einzugsgebiet ihrer Autohäuser ausweiten: Nahezu 30 Prozent aller Kunden, die via Internet gewonnen wurden, wohnen mehr als 250 Kilometer vom jeweiligen Salon entfernt.
Die über Internet-Autobörsen durchschnittlich erzielten Preise allerdings liegen laut CAR-Studie um rund zwei Prozent unter entsprechenden Vergleichswerten aus früheren Jahren. Hauptgrund sei die größere Markttransparenz für Käufer und Verkäufer, die elektronische Marktplätze bieten. "Nach unseren Ergebnissen", so Professor Dudenhöffer, "werden aber die niedrigeren Preise durch die Effizienzfaktoren überkompensiert".