Hannover. Der Markenvorstand von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) arbeitet an einem neuen Beschäftigungsmodell für den Standort Hannover: Wie Automobilwoche im Rahmen der Präsentation des neuen VW Transporters (T 5) aus dem Topmanagement erfuhr, will VWN über die VW-Tochtergesellschaft Autovision ab Jahresende mit Arbeitslosen aus der Region Hannover T-5-Kastenwagen zu Freizeitmobilen umrüsten lassen. Dabei sollen die neuen Beschäftigten mit Werkverträgen ausgestattet werden, die ein Entlohnungsniveau deutlich unterhalb der bei VWN sonst üblichen Bezahlung ermöglichen. Auf diese Weise kann der handarbeitsintensive Umbau am Hochlohn-Standort Deutschland erhalten werden, den bis vor kurzem noch die Westfalia-Werke, Rheda-Wiedenbrück, für Volkswagen abgewickelt hatten.
Nach Informationen aus Unternehmenskreisen ist derzeit geplant, etwa 80 bis 100 Mitarbeiter mit dem Freizeit-Projekt zu befassen, deren Arbeitgeber nicht die Volkswagen AG direkt sein wird, sondern Autovision. Gedacht sei an "Arbeitslose, die von unseren Experten zunächst industrietauglich gemacht werden", so ein VWN-Manager. An den Kosten des neuen Beschäftigungsmodells werde sich die niedersächsische Arbeitsverwaltung beteiligen. Für die Umrüstung von Transportern zu kleinen Wohnmobilen wird VWN voraussichtlich eine Produktionshalle in der Nähe des Stammwerks Hannover-Stöcken anmieten.