Die Volkswagen-Gruppe hat nach vorläufigen Schätzungen im Geschäftsjahr 2001 weltweit 5,08 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Dies gab Vorstandsmitglied Bernd Pischetsrieder im Rahmen der North American International Auto Show in Detroit bekannt. Im Vergleich zum Jahr zuvor konnte der Wolfsburger Konzern damit einen leichten Zuwachs um 0,4 Prozent realisieren; im Geschäftsjahr 2000 hatte Volkswagen weltweit insgesamt 5,062 Millionen Neuwagen ausgeliefert. Angesichts der eher ungünstigen konjunkturellen Entwicklungen auf für VW wichtigen Automärkten bezeichnete Pischetsrieder 2001 als "erfolgreiches Jahr".
Aufgeschlüsselt nach einzelnen Marken des VW-Portfolios ergibt sich für 2001 folgendes Bild: Mit 3,128 Millionen Personenwagen lag der Absatz der Marke Volkswagen annähernd auf dem Niveau des Jahres 2000 (3,105 Millionen). Audi konnte 2001 rund 726.000 Einheiten verkaufen, ein Zuwachs um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (653.000). Skoda durfte einen Zuwachs um 5,9 Prozent verbuchen, von 435.000 Fahrzeugen im Jahr 2000 auf 461.000 in 2001.
Ein Minus von 5,5 Prozent musste Seat hinnehmen: Nach 515.000 Autos im Jahr 2000 konnte die spanische Marke im vergangenen Jahr lediglich 487.000 Einheiten absetzen. Einen Verkaufsrückgang um 8,8 Prozent hatte der Bereich Volkswagen Nutzfahrzeuge zu vermelden - von 329.000 Fahrzeugen im Jahr 2000 auf 300.000 im Geschäftsjahr 2001.
Erstaunen löste Bernd Pischetsrieder in Detroit mit seiner besonderen Anerkennung der Marke Audi aus: "In Deutschland beispielsweise", so der künftige VW-Vorstandschef, "hat die Marke (Audi im Jahr 2001; d. Red.) rund 250.000 Einheiten verkauft, mehr als der wichtigste Wettbewerber BMW". Branchenbeobachter werten dieses Lob als eine bewusste Abgrenzung Bernd Pischetsrieders gegenüber Ferdinand Piech. Der noch bis April amtierende VW-Vorstandsvorsitzende hatte der Marke Audi im vergangenen Jahr "Stillstand" vorgeworfen und "erhebliche Anstrengungen" des Audi-Managements verlangt.