Hannover. Die Continental AG hat wichtige Eckdaten des Jahresabschlusses für 2001 vorgelegt. Danach konnte der Automobilzulieferer seinen Umsatz auf 11,2 Milliarden Euro steigern. Das ist eine Zunahme um 11,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 (10,1 Milliarden Euro). Deutlich in den roten Bereich gefallen ist aber das Ergebnis vor Zinsen und Steuern mit einem Minus von 64 Millionen Euro (2000: plus 432 Millionen Euro). Hierfür sind insbesondere einmalige Restrukturierungsaufwendungen (468 Millionen Euro nach Angaben des Unternehmens) im Zusammenhang mit Werksschließungen verantwortlich.
"Diese Kosten waren offenbar höher als von den meisten externen Finanzexperten erwartet", sagte Rolf Woller, Analyst bei der Münchner HypoVereinsbank, auf Anfrage von Automobilwoche. "Ansonsten liegen die Zahlen von Continental für 2001 aber im Rahmen unserer Erwartungen". So wird die Continental AG ein Konzernergebnis nach Steuern von minus 258 Millionen Euro ausweisen müssen – die meisten Analystenschätzungen hatten sich im Bereich von minus 230 bis minus 260 Millionen Euro bewegt. Im Jahr 2000 hatte Continental ein Nachsteuerergebnis in Höhe von plus 205 Millionen Euro erzielen können.
Die Nettoverschuldung des Konzerns lag am Stichtag 31. Dezember 2001 bei 2,6 Milliarden Euro. Insbesondere dieser Belastung soll sich der designierte Finanzvorstand Alan Hippe widmen, der sein Amt in der zweiten Hälfte des Jahres 2002 antreten wird.