Wolfsburg. Bei der Volkswagen AG sorgt die bevorstehende Markteinführung des neuen Topmodells Phaeton für Unruhe.
Intern üben viele der für den Verkauf der Oberklasselimousine ausgewählten Händler Kritik an den Eckdaten des geplanten Leasing-Programms. So kalkuliert der VW-Vertrieb nach Informationen aus Unternehmenskreisen bei einem für drei Jahre und eine Laufleistung von jährlich 20.000 Kilometern geleasten W12-Phaeton mit einem Restwert von nur noch 37 Prozent. Die monatliche Netto-Rate für den Phaeton, im Rechenbeispiel mit einigen Extras rund 110.000 Euro teuer, würde circa 2.300 Euro betragen.
Zum Vergleich: Wettbewerber BMW kalkuliert bei einer vergleichbar teuren Limousine der neuen Siebener-Reihe, angetrieben von einem Achtzylinder-
Motor, mit einem Restwert von immerhin 52 Prozent und einer monatlichen Leasing-Rate in Höhe von 1.834 Euro.
Zum Verkaufsstart am 31. Mai wird VW den Phaeton mit V6-Motor zum Grundpreis von 56.200 Euro anbieten, der W12 kostet 98.600 Euro. Bis zur Übergabe an den Kunden wird der VW-Konzern Eigentümer der Phaeton-Fahrzeuge bleiben, die Händler treten lediglich als Vermittler auf.
VW-Insider fürchten, dass sich der Verkauf des neuen Phaeton ähnlich schwierig gestalten könnte wie der Absatz des Passat W8: Der Anteil dieses 275 PS starken Topmodells an der Passat-Baureihe dümpelt in Deutschland zwischen zwei und drei Prozent; für den Achtzylinder sind Rabatte in der Größenordnung von zehn Prozent keine Seltenheit.