Paris. Der bisher unter dem Projektnamen GT Coupé geführte Viersitzer der britischen VW-Tochtermarke Bentley wird in der zweiten Hälfte nächsten Jahres mit der Typbezeichnung "Continental GT" starten. Dies gab Bentley heute im Rahmen des Pariser Automobilsalons bekannt, auf dem das Unternehmen eine seriennahe Designstudie des neuen Coupés präsentiert.
Der Continental GT verfügt über einen W-12-Motor mit Doppel-Turboladern und über 500 PS, die eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 290 km/h ermöglichen sollen. Mit dem allradgetriebenen Bentley, der für rund 150.000 Euro zu haben sein wird, will die Nobelmarke deutlich jüngere und mehr weibliche Kunden ansprechen als bisher und unter den Interessenten insgesamt zudem eine Eroberungsrate von rund 25 Prozent realisieren. Eine Verwechslung mit der seit vielen Jahren etablierten Baureihe Continental fürchtet Bentley nicht, da deren Fertigung mit Aufnahme der Produktion des Continental GT enden wird.
Für die Entwicklung des Continental GT, mit dem Bentley nach Angaben eines Unternehmenssprechers eine "Lücke im oberen Segment der Luxuscoupés schließen" will, hatte der Volkswagen-Konzern noch unter Führung von Ex-Vorstandschef Ferdinand Piech ein Investitionsvolumen von rund 800 Millionen Euro bewilligt. Um diese Summe möglichst schnell und zuverlässig wieder einzuspielen, kündigt Adrian Hallmark, im Bentley-Vorstand zuständig für Vertrieb und Marketing, innovative Direktmarketingkonzepte und Internet-Aktivitäten rund um den neuen Continental GT an: "Um unsere Ziele zu erreichen, brauchen wir regelmäßigen Kontakt mit ungefähr zehnmal so vielen Menschen auf der Welt wie bisher". Das Händlernetz – derzeit umfasst es 121 Partner weltweit – will Bentley in den nächsten Jahren dennoch auf allenfalls 150 Betriebe ausweiten.