Wolfsburg. Bei der Volkswagen AG haben sich Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf einen neuen Haustraifvertrag geeinigt. Nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon kamen beide Seiten überein, dass die Beschäftigten der inländischen VW-Werke ab Anfang Oktober dieses Jahres eine zusätzliche Monatspauschale in Höhe von 120 Euro erhalten. Nach Ablauf dieser Zahlung zum Ende Januar 2003 erfolgt eine stufenweise Erhöhung des Arbeitsentgelts: Ab Februar 2003 erhalten die VW-Mitarbeiter 3,1 Prozent mehr Lohn, mit Wirkung vom 1. Februar 2004 kommen weitere 2,6 Prozent hinzu. Zudem soll im Mai 2004 eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro erfolgen.
Ein Vertreter der Arbeitnehmerseite, der nicht genannt werden will, bestätigte Automobilwoche auf Anfrage, dass auch die dritte Runde der Tarifgespräche bei Volkswagen kurz vor dem Scheitern stand: "Das vorletzte Angebot der Arbeitgeber war fast unverschämt schlecht". Erst nach fast fünfzehn Stunden "äußerst zäher Verhandlungen" habe man sich in der Nacht auf Dienstag auf einen Kompromiss verständigen können. Die Laufzeit des neuen VW-Haustarifvertrags beträgt zwei Jahre.