Wolfsburg. Bei der Volkswagen AG wird es in den kommenden Wochen keine umfassenden Warnstreiks zur Durchsetzung höherer Lohnforderungen geben. Dies erklärte Günter Lenz, Betriebsratsvorsitzender der VW-Nutzfahrzeugsparte, auf Anfrage von Automobilwoche. Da für alle inländischen VW-Werke noch bis Ende September 2002 ein Haustarifvertrag gilt, fühle sich die Belegschaft "an die Friedenspflicht gebunden", so Lenz. Eine Ausnahme stelle die VW-Fabrik Mosel dar, für die der sächsische Flächentarifvertrag vereinbart worden ist.
"Wir werden den Haustarifvertrag rechtzeitig kündigen (spätestens bis Ende Juni; d. Red.) und bis dahin keine Forderungen stellen", sagte Lenz, der den Beginn "harter Tarifverhandlungen bei VW für September oder Oktober" erwartet. Der Lohnzuschlag für die VW-Mitarbeiter solle sich am Ergebnis der laufenden Verhandlungen zwischen IG Metall und Arbeitgeberverbänden orientieren, kündigte der Betriebsratsstratege an.