Nur wenige Wochen noch, dann wird das neue Erfolgsmodell des japanischen Automobilherstellers Honda auch hier zu Lande erhältlich sein: Die aktuelle Auflage des Kleinwagens Jazz, in Nippon bereits seit Juni unter der Modellbezeichnung Fit zu haben, kommt im Januar in Deutschland in den Handel.
Den exakten Grundpreis des neuen Jazz hat die Honda Motor Europe (North) GmbH, zuständig auch für den deutschen Markt, noch nicht bekannt gegeben; Unternehmenssprecher Jan Erren rechnet mit "etwa 25.000 Mark".
Dafür werden deutsche Kunden die Version 1,4 i mit einem 83 PS starken Vierzylinder-Benzinmotor bekommen. Dessen sequentielle Doppelzündung hat den Honda-Ingenieuren eine Optimierung der Zündzeitpunkte und eine Erhöhung des Verdichtungsverhältnisses auf 10,8:1 ermöglicht – vor allem günstigere Verbrauchswerte als beim Vorgänger gleichen Namens sollen den neuen Jazz auszeichnen.
Bei kurzen Testfahrten in Japan konnte Automobilwoche erste Eindrücke vom neuen Honda Jazz sammeln: Sein Reihenmotor läuft ruhig, auch unter Volllast; die Bremsen wirken ausreichend zupackend und standfest. Weniger überzeugend ist das Fahrwerk des Jazz: Nicht allein grobe Unebenheiten im Straßenbelag dringen deutlich zum Wagenlenker durch. Und in zügig durcheilten Kurven tendiert der über 1,52 Meter hohe Jazz zu Seitenneigungswinkeln, die nicht eben zur Beruhigung der Insassen beitragen. Die dürfen sich dafür über eine ordentliche Verarbeitung dieses japanischen Autos freuen sowie über das angesichts einer Außenlänge von nur 3,83 Metern als großzügig zu bezeichnende Platzangebot.
Im kommenden Jahr möchte Honda, so Firmensprecher Erren, "zwischen 6000 und 8000 Einheiten" des Jazz in Deutschland absetzen. In Japan ist das Auto bereits zum Verkaufsrenner geworden: Nach Angaben des Herstellers beträgt die Lieferzeit dort nahezu sechs Monate – obschon das Werk Suzuka, in denen Fit/ Jazz vom Band rollen, bereits im Dreischichtbetrieb produziert.