München. Die Hersteller Audi, BMW, Mercedes und Porsche können trotz der andauernden Krise auf dem europäischen Automarkt und des starken Euros neue Rekorde bei den Absatzzahlen erzielen. Laut einer Studie des Center of Automotive Management (CAM) werden die deutschen Premiumhersteller im Jahr 2013 rund 5,3 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Damit besitzen die vier Hersteller einen Anteil von 7,5 Prozent am Weltmarkt.
Seit 2010 konnten sie Ihre Verkaufszahlen um 35,4 Prozent steigern, während der Gesamtmarkt nur um 16,6 Prozent zunahm. Somit wuchsen die deutschen Premiummarken im Vergleich mehr als doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt. Auch im Jahr 2013 wird eine Steigerung des Absatzes um 8,5 Prozent bei den vier Herstellern erwartet, die somit wieder stärker wachsen werden als der Weltmarkt mit 3,5 Prozent.Die Spitze der deutschen Premiumhersteller bei den Absatzzahlen wird weiterhin von BMW angeführt, da die Münchner im Gesamtjahr 2013 mit rund 1,95 Millionen verkauften Fahrzeugen noch deutlich vor Audi und Mercedes mit jeweils rund 1,6 Millionen verkauften PKW liegen.Audi, BMW, Mercedes und Porsche
Premiumhersteller wachsen schneller als der Weltmarkt
Die Premiumhersteller können Ihre Anteile am Weltmarkt ausbauen. Seit 2010 sind die vier deutschen Hersteller doppelt so schnell gewachsen wie der Gesamtmarkt.
Porsche bei Wachstum und EBIT ungeschlagen
Das stärkste Wachstum besitzt Porsche mit rund 16 Prozent nach den ersten drei Quartalen. Zudem wird der Zuffenhausener Autobauer erstmals mehr als 160.000 Fahrzeuge verkaufen. Mit der Markteinführung des neuen Porsche Macan 2014 kann Porsche laut dem Center of Automotive Management die Marke von 200.000 verkauften PKW erreichen.
Mercedes konnte den weltweiten Absatz im dritten Quartal nochmal steigern und liegt mit einem Zuwachs von 8,3 Prozent in den ersten neun Monaten vor Audi (7,6%) und BMW (7,5%).Die deutschen Premiumhersteller bleiben weiter profitabel und können nach den ersten drei Quartalen bereits ein EBIT von 4,9 Mrd. Euro bei BMW, 3,7 Mrd. bei Audi, 2,7 Mrd. bei Mercedes und 1,9 Mrd. Euro bei Porsche vorweisen. Die Gewinne werden laut CAM jedoch nicht weiter Wachsen, da zusätzliche Kosten durch Mehrausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung, anlaufende Modellreihen und Produktionserweiterungen angefallen sind.Auch bei der EBIT Marge von bleibt Porsche mit 18,2% noch vor Audi (10,1%) und BMW (9,5%). Der Stuttgarter Autobauer Mercedes befindet sich mit einer Marge von 5,8 Prozent abgeschlagen auf dem vierten Platz.Auf die Fahrzeuge gerechnet erzielt Porsche mit 15.808 Euro gut 12.400 Euro mehr Gewinn als die Hersteller BMW (3.403 Euro) und Audi (3.123 Euro). Mercedes liegt mit einem Gewinn von 2.366 Euro pro verkauftes Fahrzeug deutlich hinter den Wettbewerbern.
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