München. Laut Gilles Normand, Chef von Renault Asien-Pazifik, ist das Ende von Better Place kein Grund, die eigene Elektro-Strategie zu hinterfragen. Die von Renault für das Gemeinschaftsprojekt entwickelte Technik mache nur einen Bruchteil der geplanten vier Milliarden Euro an Investitionen aus, die Renault-Nissan bis 2015 in Elektroautos stecken will. Bereits Anfang April hatte der US-Hersteller von Plug-in-Hybridfahrzeugen Fisker 150 seiner zuletzt noch 200 Mitarbeiter entlassen. Der Autobauer, dessen Batterieproduzent pleiteging, benötigt dringend neue Finanzmittel. Allein dem US-Energieministerium schuldet Fisker fast 200 Millionen Dollar.
Pleiten, Pech und Power
Das kalifornische Unternehmen hat bislang noch keinen neuen Investor gefunden Der Namensgeber und Mitgründer Henrik Fisker hatte den Hersteller im Streit über die geschäftliche Strategie verlassen. Erfreulicher sieht es hingegen beim US-Elektroautobauer Tesla aus. Neun Jahre früher als gefordert zahlt der Spezialist für Elektrofahrzeuge der US-Regierung einen Kredit in Höhe von mehr als 450 Millionen Dollar zurück. Tesla hatte sich kurz zuvor rund eine Milliarde Dollar an frischem Kapital über die Ausgabe neuer Aktien und Anleihen beschafft. Damit wird auch der Staatskredit beglichen. Das vor zehn Jahren gegründete Unternehmen, an dem auch Daimler beteiligt ist, hatte zuletzt den ersten Quartalsgewinn der Firmengeschichte geschafft. Grundlage dafür waren die besser als erwartet ausgefallenen Verkäufe der Elektro-Limousine Model S.