Kerpen. „Ab März 2014 wollen wir die Produktion in China starten und sukzessive hochfahren. Anhand der Nachfrage können wir zum Jahreswechsel 2014/2015 den Break-even erreichen. Für die folgenden Jahre streben wir größere Bearbeitungsvolumen an“, sagte Oliver Jäger im Gespräch mit der Automobilwoche. Als Geschäftsführer ist er bei GMT zuständig für den Bereich Oberflächenveredelung und Wärmebehandlung. Bereits nach ersten Reisen ins Reich der Mitte Ende 2010 habe man erkannt, „dass es für unsere Dienstleistungen einen Bedarf gibt“, erklärt der Manager. „Das zeigt sich unter anderem an den Preisen, die wir für unsere Dienstleistungen in China erzielen können. Das weicht kaum ab von der Preisstruktur, die wir hierzulande haben.“ Zu den Kunden der Kerpener zählen große Systemlieferanten wie Bosch, Schaeffler und TRW, aber auch Lieferanten der nachgeordneten Ebenen. GMT arbeitet auch mit den Entwicklungsabteilungen der Fahrzeughersteller zusammen, beispielsweise in Fragen des richtigen Wärmeverfahrens. „Wir sind vor allem im Premiumsegment vertreten“, konkretisiert Jäger die Ausrichtung des Unternehmens. Group Material Technology beschäftigt weltweit rund 3000 Mitarbeiter und unterhält 60 Standorte, davon vier in den Vereinigten Staaten. Zuletzt hatte das Unternehmen mit seinen Dienstleistungen etwa 320 Millionen Euro Umsatz erzielt, davon rund 45 Prozent mit der Automobilindustrie. Mittelfristig peilen die Nordrhein- Westfalen 500 Millionen Euro Umsatz an, wovon rund die Hälfte auf Geschäfte mit Autobauern und -zulieferern entfallen soll.
GMT startet in China 2014 mit der Produktion
Der Oberflächenveredler Group Material Technology (GMT) hat den ersten Schritt nach China vollzogen. Die Tochter des niederländischen Unternehmens Aalberts Industries hat dazu rund 16 Millionen Euro in eine Produktionsanlage in der Nähe von Schanghai investiert. Der Name des Unternehmens: Hangzhou AHC Surface Treatment Technology