Friedrichshafen. ZF-Vorstandschef Stefan Sommer erklärte gegenüber der Automobilwoche, dass er Ende Oktober, spätestens Anfang November eine Entscheidung erwartet. Man werde einen möglichen Verkauf aber auch im Interesse der Belegschaft sorgfältig prüfen. Ziel sei es, eine langfristige Stärkung und Weiterentwicklung des Geschäftsfelds zu erreichen sowie die Mitarbeiter bestmöglich abzusichern. Insgesamt wären von dem Verkauf an den bislang in der Eisenbahnindustrie engagierten chinesischen Zulieferer das Werk im niedersächsischen Damme sowie die Standorte Bonn und Simmern im Hunsrück mit insgesamt 1700 Mitarbeitern betroffen. Mit dem Zukauf will sich der Investor ein weiteres Standbein in der Autozulieferindustrie aufbauen. TMT gehört zum halbstaatlichen Lokomotivenhersteller CSR und hatte im vergangenen Jahr mit 2700 Mitarbeitern 457 Millionen Euro Umsatz erzielt. Nach Angaben des Getriebe- und Fahrwerkpezialisten liegt der Grund für den Verkauf in der Wettbewerbssituation, die sich nach Zusammenschlüssen von Unternehmen in der Gummi-Kunststoff- Branche verschärft habe.
Baldige Entscheidung über Spartenverkauf
Der Zulieferer ZF Friedrichshafen rechnet in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung über den Verkauf des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff an den chinesischen Investor TMT (Times New Material Technology). Die Sparte ist Teil der ZF-Division Pkw-Fahrwerktechnik.