Kerpen. 2012 verkaufte die Marke hierzulande gerade einmal 748 Fahrzeuge. Sie kommt auf einen Bestand von etwa 6200 Fahrzeugen und wurde von der Kroymans-Gruppe vertrieben, bis diese 2009 Insolvenz beantragte. Anfang 2011 erfolgte ein Neustart unter dem Dach der belgischen Autohandelsgruppe Alcadis, seither geht es wieder aufwärts. „Wir stehen jetzt im dritten Jahr unserer Deutschland-Aktivitäten und liegen nicht weit von der Gewinnschwelle entfernt“, so Mehling. Voraussetzung dafür sei eine schlanke Aufstellung: In Deutschland werden gerade einmal elf Mitarbeiter beschäftigt. Vorrangiges Ziel von SsangYong sei nicht Volumen, sondern nachhaltige Profitabilität, betont Mehling. „Wir drehen nicht um jeden Preis an der Absatzschraube. Deshalb verzichten wir auch ganz auf Tageszulassungen und betreiben kein Mietwagengeschäft.“ Zur Weiterentwicklung sucht er nun interessierte Händler. Dabei müsse die Qualität des Netzes besser werden, räumt er ein.
SsangYong nah an Gewinnschwelle
Der koreanische Autobauer SsangYong will in Deutschland deutlich zulegen. „In den nächsten drei bis fünf Jahren wollen wir auf jährlich rund 3000 Neuzulassungen kommen“, sagte Deutschland-Chef Ulrich Mehling der Automobilwoche.