Köln. Der Kleinwagen auf Clio-Basis wird wie dieser im Werk Flins auf demselben Band produziert . Anders als die Mittelklasselimousine Fluence Z.E. und der Lieferwagen Kangoo Z.E. wurde der Zoe von Anfang an allein für den E-Antrieb konzipiert. Davon profitiert der Wagen. Im Zoe wird unter anderem eine Wärmepumpen- Klimaanlage verbaut, die erheblich Strom spart. Erstmals im Zoe setzt Renault auch sein Batterie- Ladesystem „Chameleon“ ein, das den Akku auf verschiedene Methoden aufladen kann, darunter per Schnellladung an 400-Volt- Drehstrom. Weit voran ist Renault beim Zoe zudem mit seinem Service „My Z.E. Inter@ctive“, womit der Ladevorgang und die Vor-Klimatisierung bereits vor Fahrtantritt per PC oder Smartphone fernsteuerbar ist. Die alleinige Ausrichtung auf den Elektroantrieb verhilft dem Zoe zu einem beachtlichem Nutzraum: Bei einer Länge von 4,09 Metern bietet der Fünftürer ein Kofferraumvolumen von 338 Litern. Der E-Motor leistet in der Spitze 88 PS, die Dauerleistung beträgt 58 PS. Das klingt nach wenig, doch das Drehmoment von 220 Nm steht vom Start weg zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 135 km/h abgeregelt, um Strom zu sparen. Die Lithium- Ionen-Batterie speichert 65 Ah, was laut Renault für bis zu 210 Kilometer reichen soll, allerdings stark abhängig vom Fahrstil. Wie bei all seinen E-Modellen trennt Renault beim Zoe den Besitz von Fahrzeug und Batterie. Das Auto ohne Batterie kostet ab 21.700 Euro, der Leasingpreis für die Batterie beginnt je nach Laufleistung bei monatlich 79 Euro. Vorteil dieser Lösung ist ein verringertes Restwert-Risiko. Absatzziele für seine E-Fahrzeuge nennt Renault nicht. In Deutschland wurden bis Ende Juli 541 Zoe neu zugelassen, der Nissan Leaf kommt auf 519, der Opel Ampera auf 241 Neuzulassungen.
Ein neuer Rivale im Elektroauto-Revier
Während BMW mit dem i3 jüngst sein erstes Elektroauto präsentierte, hat Renault vor wenigen Wochen mit dem Zoe bereits sein viertes rein batterieelektrisch betriebenes Auto auf den Markt gebracht.