Hannover. Dabei handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Speicher mit 48 Volt, der gemeinsam mit einer 12-Volt-Starterbatterie im Auto eingesetzt werden kann. Mit der Zuliefererlösung werden Verbraucher wie elektrische Klimaanlagen, aktive Fahrwerkregelung und Assistenzsysteme gespeist. Die 12-Volt-Batterie übernimmt wie bisher das Starten des Motors und die elektrische Versorgung von Komponenten wie der Beleuchtung. „Durch den Einsatz von 48-Volt-Batterien können Fahrzeuge bis zu 15 Prozent Kraftstoff einsparen“, prognostiziert Jetses. Neben dem 48-Volt-Akku wird es noch eine kleinere Lösung geben, bei der eine klassische 12-Volt- Starterbatterie (Blei-Säure) mit einer 12-Volt-Lithium-Ionen-Batterie gekoppelt wird. „Wir nennen das 12-Volt-Optimisierung.“
Kombi-Batterie für Hybride
Der US-Zulieferer Johnson Controls will mit seiner Micro-Hybrid- Technologie die Kosten bei der Elektromobilität senken und Kraftstoff einsparen. Holger Jetses, Europa-Chef von Johnson Controls Power Solutions, sieht für diese Anwendung einen großen Markt.
Fehlende Standardisierungen
Für die Micro-Hybrid-Lösung peilt Jetses einen Preis von 400 Dollar an. Bei entsprechender Nachfrage könnte der Preis weiter sinken. Einer der Gründe, warum sich der gesamte Bereich Elektromobilität nicht in den zunächst erwarteten Stückzahlen bewegt, sieht Jetses darin, „dass es für die Batterielieferanten bis auf wenige Ausnahmen kaum Standardisierungen zwischen den Kunden gibt“. Das könnte sich nun ändern. „Bei Micro- Hybriden sprechen wir mit unseren Kunden häufig auch darüber, wo sich Standardisierungen auch mit anderen Kunden realisieren lassen. Etwa in Fragen der Gehäusegröße, bei den Sicherheitsfragen oder der Zelltechnologie.“ Mit einem ersten Serieneinsatz der Micro-Hybrid-Batterie rechnet der Manager Ende 2016 oder Anfang 2017.