Stuttgart. Porsche ist trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds in Europa gut in das Jahr 2013 gestartet. Die Auslieferungen des Sportwagenherstellers nahmen in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013 um 21 Prozent auf 37.009 Fahrzeuge zu. Der Umsatz stieg um 8,3 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag mit 573 Millionen Euro um 8,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 528 Millionen Euro. Dies teilte die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG am Donnerstag mit.
Finanzvorstand Lutz Meschke führt laut Mitteilung "die nachhaltig hohe Ertragskraft auch auf die gesunde Kostenstruktur zurück" und strebt für das aktuelle Geschäftsjahr ein Ergebnis auf dem "sehr hohen Vorjahresniveau" an. "Im laufenden Jahr fallen durch den Ausbau des Werks Leipzig, die Entwicklung des Sportgeländewagens Macan und des Supersportwagens 918 Spyder hohe Aufwendungen an, denen noch keine entsprechenden Fahrzeugumsätze entgegenstehen. Diese werden erst ab dem kommenden Jahr mit dem Verkauf der neuen Modelle realisiert", sagt Meschke.Porsche-Chef Matthias Müller betonte laut Mitteilung, dass Porsche sich die hohen Investitionen in die Entwicklung neuer Sportwagen und neuer Technologien wie dem Plug-In Hybrid leistet, "weil die Faszination unserer Sportwagen unseren Erfolg garantiert. Diese außerordentlich hohe Attraktivität unserer Produktpalette wollen wir in den kommenden Jahren noch weiter steigern“, sagte Müller. Mit der Einführung der neuen Generation des Panamera und der neuen Modelle 918 Spyder und Macan setze der Sportwagenhersteller Zeichen als Technologieführer und erhöhe die Anziehungskraft der Marke Porsche.Porsche mit starkem ersten Quartal
Der Sportwagenbauer Porsche hat von Januar bis März Auslieferungen, Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert. In Europa allerdings sanken die Neuwagenverkäufe.
7 Prozent weniger in Europa verkauft
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013 erzielte die neue Boxster-Baureihe das prozentual größte Wachstum: 4452 ausgelieferte Fahrzeuge bedeuteten einen Zuwachs von 157 Prozent. Auf den Roadster Boxster entfielen 3863 Fahrzeuge, auf den Cayman 589 Einheiten. Ursache des starken Anstiegs der Mittelmotorbaureihe ist, dass die neue Fahrzeuggeneration im vergangenen Jahr ihr Debüt hatte.
Die Auslieferungen der Sportwagenbaureihe 911 stiegen um 19 Prozent auf 7230 Fahrzeuge. Der Cayenne behauptete mit 19.658 Einheiten seine führende Position als volumenstärkste Baureihe. Die Steigerungsrate der Cayenne-Auslieferungen betrug 29 Prozent. Die Auslieferungen des Panamera beliefen sich auf 5669 Fahrzeuge; der Rückgang von 25 Prozent ist laut Porsche lebenszyklusbedingt. Die neue Generation des Gran Turismo feierte vor zehn Tagen auf der Messe Auto China in Shanghai ihre Weltpremiere.Damit führt Porsche auch den weltweit ersten Plug-In Hybrid in der Luxusklasse ein. Neben dem Panamera S E-Hybrid mit 416 PS Systemleistung debütierten zwei luxuriöse Executive-Varianten mit verlängertem Radstand und ein neu entwickelter Dreiliter-V6-Motor mit Biturbo-Aufladung für die Modelle Panamera S und 4S.Auf den regionalen Märkten zeigte sich im ersten Quartal 2013, dass auch Porsche sich den durch die Eurokrise verursachten Turbulenzen in Europa nicht länger entziehen kann. So nahmen die Auslieferungen in Europa außerhalb des Heimatmarktes um 7 Prozent auf 6703 Einheiten ab. In Deutschland konnte Porsche die Auslieferungen um 23 Prozent auf 4795 Einheiten steigern. Auf seinem wichtigsten Absatzmarkt Nordamerika legte Porsche besonders stark zu: Hier beschleunigte der Sportwagenhersteller von Januar bis März 2013 um 34 Prozent auf 10.324 ausgelieferte Fahrzeuge.Weiter gewachsen ist auch die Zahl der bei Porsche beschäftigten Mitarbeiter. Mit 17.820 Personen waren am Stichtag 31. März 2013 genau 318 Beschäftigte (2 Prozent) mehr an Bord als zu Jahresbeginn.
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