Rüsselsheim. „Wenn man ein neues Motorendesign entwickelt, dann denkt man vermutlich auch daran, dass man künftig über einen Motor verfügt, der elektrifiziert werden kann“, sagte Pierpaolo Antonioli, Leiter des Motorenentwicklungszentrums von General Motors in Turin, zu Automotive News Europe, der Schwesterzeitung der Automobilwoche. Ab dem Jahr 2025 sei mit dem Einstieg vieler Autohersteller in die Hybridtechnik zu rechnen, um die dann verschärften CO2-Grenzwerte einzuhalten, sagte Antonioli. Bis 2016 will Opel/Vauxhall drei komplett neue Motorenfamilien mit insgesamt 13 unterschiedlichen Aggregaten auf den Markt bringen. Zugleich sollen drei neu entwickelte Getriebe die angegrauten Antriebsstränge von Opel auffrischen. Den Auftakt macht ein neuer 1,6-Liter Dieselmotor mit 136 PS und 320 Newtonmetern Drehmoment, der von diesem Sommer an im neuen Zafira zum Einsatz kommt. Er ersetzt nach und nach den aktuellen 1,7-Liter-Motor und auch den schwächeren 2,0-Liter- Dieselmotor in den meisten Baureihen. Der neue Diesel sei für einen weltweiten Einsatz entwickelt worden, so Antonioli. Antonioli zufolge sind die neuen Dieselaggregate allesamt so effizient, dass sie die ab 2020 erforderliche Grenze von 95 Gramm CO2 je Kilometer ohne weitere Hybridisierung schaffen werden. Die Grenzwerte ab 2025 stehen noch nicht fest.
Opel liebäugelt mit dem Diesel-Hybrid
Opel sieht in Diesel- Hybridantrieben einen geeigneten Weg, um die scharfen CO2- Grenzwerte in der Europäischen Union ab 2020 und darüber hinaus zu erfüllen.