München. Verfahren wie Selektives Laserschmelzen (SLM), Selektives Lasersintern (SLS), Schmelzschichtung (FDM) & Co. locken mit großen Potenzialen. Da sie Bauteile Schicht um Schicht aus Metall oder Kunststoff aufbauen, sind keine Werkzeuge erforderlich. Geometrische Einschränkungen, hoher Zeit- und Kostenaufwand entfallen. Fast jede Form ist machbar, individuelle Teile in Losgröße eins sind kein Problem, Ersatzteilfertigung nach Wunsch ist denkbar. Das Potenzial demonstriert Edag mit einem ultraleichten Metallgehäuse für eine Leistungselektronik: Nur auf die Bauteilanforderungen hin optimiert, wiegt es rund 50 Prozent weniger als das Referenzgehäuse. Das Bauteil verkörpere „eine neue Größenordnung des metallischen Leichtbaus“, betont Martin Hillebrecht, Leiter des Bereichs Leichtbau, Werkstoffe und Technologien bei Edag. Zudem wurde die Funktionalität verbessert und Kühlkanäle im Bauteil integriert. Für Prototypen werden die „additiv“ oder „generativ“ genannten Verfahren seit Jahrzehnten eingesetzt und ständig weiterentwickelt. „Ein direkter Transfer auf die Kleinserienfertigung ist nach heutigem Stand jedoch noch nicht möglich“, sagt Dominik Rietzel aus dem Rapid Technology Center von BMW. In Rennwagen setze BMW aber „bereits hoch belastete Teile aus generativen Fertigungsverfahren ein“.
Freudenberg IT und Itizzimo entwickeln Lösung
Einsatz der Google-Brille in Fertigungsindustrie
Datenbrillen erobern in der Industrie immer mehr Bereiche. Freudenberg IT (FIT), ITDienstleister für den Mittelstand, und Itizzimo, Dienstleister im SAP-Umfeld, haben nun eine Lösung für die mittelständische Fertigungsindustrie entwickelt. Der Mitarbeiter in der Produktion erhält dabei Störungsmeldungen direkt über Google Glass, die Datenbrille von Google. Da er weder Tablet noch Smartphone bedienen muss, hat er beide Hände frei und kann Probleme schneller und effizienter beheben, argumentiert FIT.