München. Hinter Audi, BMW und Porsche liegen auch die anderen originär deutschen Automobilhersteller in der Spitzengruppe der beliebtesten Arbeitgeber: Volkswagen und Daimler kommen bei den jungen Ingenieuren auf die Plätze vier und sechs der Beliebtheitsskala. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern rangieren sie jeweils einen Platz weiter hinten. Bei den Ingenieuren liegen Bosch, Continental und ZF auf den Plätzen sieben, 13 und 16. Bosch schafft es als einziger Automobilzulieferer auch bei den Wirtschaftswissenschaftlern unter die Top 20 und belegt dort Rang 13. Zu diesen Ergebnissen kommt die Employer-Branding-Beratung Universum in ihrer aktuellen Studie, für mehr als 5000 Nachwuchskräfte befragt wurden. Damit haben sich die Resultate der Studie gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Ähnliche Ergebnisse für die Automobilindustrie ergaben sich bei einer Befragung von Studierenden.
ZF schaffte bei den Wirtschaftswissenschaftlern einen Riesensprung und verbesserte sich um 30 Plätze. Schaeffler schob sich in der Beliebtheit bei Ingenieuren 24 Positionen nach vorn und liegt nun auf Platz 44. Schlechter schneidet die Automobilbranche erwartungsgemäß bei den IT- und Informatikspezialisten ab. Dort belegt Google Platz eins. Danach folgen Audi, BMW, Microsoft und Porsche. Bei den Naturwissenschaftlern ist kein Unternehmen aus der Automobilindustrie unter den Top 5.
„Die Autobauer bieten den jungen Talenten genau das, was für diese besonders wichtig ist: ein attraktives Grundgehalt, vielfältige Arbeitsaufgaben und eine sichere Anstellung“, sagt dazu Stefan Lake. Der Country Manager Deutschland bei Universum ergänzt: „Die Unternehmen, die in unserem Ranking ganz vorn liegen, haben verstanden, dass eine Arbeitgebermarke konsequent aufgebaut werden muss.“ Auch jene Faktoren, die die Unternehmenskultur und den Alltag im Unternehmen ausmachen, müssten authentisch kommuniziert werden. Lake: „Mit Lohn und Status sind die jungen Leute nicht mehr abzuspeisen. Sie sind durchaus karriereorientiert, aber die Karriere muss zu ihrem Lebensentwurf passen.“