Wir haben vier Handlungsfelder definiert. Nummer eins ist der IT-Value, also welchen Wertbeitrag die IT dem Unternehmen liefert. Natürlich hat auch die Qualität unserer Informationstechnologie einen sehr hohen Stellenwert. Um Sicherheit, Serviceprozesse und Benutzerfreundlichkeit zu garantieren, stellen wir unsere Lösungen kontinuierlich auf den Prüfstand. Nummer drei ist die IT-Effizienz. Dabei geht es um den effektiven Einsatz von Ressourcen, finanziellen Mitteln und Personal. Das vierte Handlungsfeld sind Innovationen. Nur wer sich frühzeitig mit neuen Technologien auseinandersetzt, kann im Wettbewerb vorne mitspielen.
Datensicherheit ist für uns oberstes Qualitätsmerkmal
Die Audi-IT kann den Vier Ringen an drei Stellen Vorsprung verschaffen: im Auto, im Service und Handel und bei internen Geschäftsprozessen. Der Überbegriff für alle IT-Aktivitäten im Auto lautet Audi connect, also zum Beispiel Fahrerassistenzsysteme sowie Info- und Entertainment. Unsere Kunden sollen ein einheitliches Bild der Marke erhalten, wenn sie digital mit uns in Kontakt treten. Egal ob sie Audi von zu Hause, vom Arbeitsplatz aus oder unterwegs begegnen, oder einen unserer virtuellen Audi City Showrooms besuchen. Bei der IT für Geschäftsprozesse geht es beispielsweise darum, dass die IT auf internationaler Ebene alle Fachbereiche so unterstützt, dass eine reibungslose Zusammenarbeit in verschiedenen Zeitzonen und auf allen Kontinenten möglich ist. Hier schaffen wir durch schlanke und schnelle Prozesse einen Mehrwert.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht: Die Entscheidung muss für jede Anwendung individuell getroffen werden. Zentrale Einheiten fördern beispielsweise im Bereich Strategie und IT-Sicherheit die Effizienz und sichern hohe Qualität. Um auf landesspezifische Anforderungen optimal zu reagieren, sind dezentrale Ansätze oft besser geeignet.
Für alle wettbewerbsrelevanten IT-Themen haben wir die entsprechenden Experten im Team. Als Automobilhersteller im Premiumsegment müssen wir uns neben Qualität und Design auch über unsere IT-Kompetenz vom Wettbewerb absetzen. Wir haben hier den Vorteil, dass wir im Volkswagen-Konzern auf viele Ressourcen zurückgreifen können.
Wir betrachten die Kosten immer ganzheitlich. Die Kraft der IT liegt darin, dass sie Fachabteilungen aus verschiedenen Disziplinen miteinander vernetzt und so im gesamten Unternehmen kostensparende Synergien schafft.
In der Produktion haben wir uns bereits sehr intensiv mit der elektronischen Wagenbegleitkarte beschäftigt. Dabei bekommen unsere Mitarbeiter an der Linie jeden einzelnen Arbeitsschritt auf einem Monitor übermittelt und müssen nicht mehr von einem Papierschein den nächsten Handgriff ablesen. Durch die Vernetzung der Logistik, der Qualitäts- und Fahrzeugsteuerungssysteme erreichen wir eine Prozessverbesserung, die so in der Vergangenheit nicht möglich war. Im Vorfeld haben wir natürlich sehr genau analysiert, wo sich Einsparungen ergeben und welche Mehrkosten entstehen.
Es gibt bei Audi schon lange Projekthäuser, in denen wir bestimmte Themen bereichsübergreifend entwickeln und dann in die Serie bringen.
Wir haben vor zwei Jahren ein neues Rechenzentrum eingeweiht und uns damit rechtzeitig auf das höhere Datenvolumen vorbereitet. In unserem Team arbeiten mittlerweile auch viele Experten, die sich ausschließlich mit Daten und deren Interpretation beschäftigen.
Datensicherheit ist für uns oberstes Qualitätsmerkmal. Unsere Mitarbeiter sensibilisieren wir regelmäßig für den richtigen Umgang mit wichtigen Daten. Das IT-Riskmanagement überprüft unsere Systeme ständig, damit die Sicherheit von Daten gewährleistet ist.
Das Auto ist Teil der digitalen Revolution, die wir momentan erleben. Audi hat in den vergangenen Jahren viele IT-Innovationen entwickelt und in Serie gebracht. Auf Messen wie der Consumer Electronics Show in Las Vegas stellen wir regelmäßig neue Entwicklungen vor. Auch in Zukunft wollen wir unsere Ideen konsequent umsetzen, um das Auto weiter mit seiner Umwelt zu vernetzen. Daher organisieren wir Innovationstage, bei denen wir uns mit ganz neuen Themen beschäftigen. Auf diesen Veranstaltungen bringen wir dann fachübergreifende Teams zusammen, die mit unterschiedlichen Ideen zu überraschenden Lösungsansätzen kommen. Das geschieht inzwischen auch virtuell.
Wir haben im Rahmen des Projekts Enterprise 2.0 einen Austausch über Audi-interne Netzwerke eingeführt. In dem Modul AudiTeam können sich alle Mitarbeiter miteinander vernetzen und ihre Ideen diskutieren. Wir schaffen dadurch die Voraussetzung, Innovationen frühzeitig zu erkennen und weiterzuentwickeln.
Das Thema Remote Graphics ist ein gutes Beispiel. Dabei ermöglichen wir unseren Dienstleistern Zugriffe auf Informationen, ohne dass wir dabei die Daten übertragen müssen. Das bringt einerseits eine Vereinfachung in der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und zum anderen erhöht es die Datensicherheit.
Unsere Technische Entwicklung nutzt das System bereits mit großem Erfolg.