Köln. „Es ist durchaus noch nicht so, dass jeder Händler sofort den Wert des Nutzfahrzeuggeschäfts erkennt“, sagt Thomas Hausch, Geschäftsführer von Nissan in Deutschland, der Schweiz und Österreich. „Anders als das Pkw- Geschäft ist das Nutzfahrzeuggeschäft auf sehr langfristige Kundenbeziehungen angelegt“, betont er. Wichtig seien speziell geschulte Verkäufer und engagierte Händler. Nissan hat in Deutschland in diesem Jahr bereits zwölf Fleet- und LCV-Kompetenzzentren eingerichtet, die höhere Standards erfüllen müssen, 42 sind es nun insgesamt. Auch Ford setzt verstärkt auf Transit und Tourneo. Etlichen Ford-Händlern, die mit einer Zweitmarke liebäugelten, konnte Nutzfahrzeug-Direktor Bernhard Schmitz den Einstieg in das Transportergeschäft schmackhaft machen. „Der Ertrag in der Werkstatt ist deutlich höher, denn es wird im Transporterbereich viel mehr gefahren“, wirbt Schmitz. Noch in diesem Jahr will Ford europaweit ein neues Konzept namens „Ford Transit24“ starten, um die Standzeiten der Fahrzeuge zu verkürzen. Unter anderem soll dann auch samstags mindestens fünf Stunden lang Service geboten werden. In Deutschland stehen dazu bereits über 250 „Ford Transit Center“ bereit. Peugeot will seine starke Position im Transportergeschäft mit einer Besonderheit ausbauen: „Wir bieten jetzt 22 Editions-Modelle an, das sind branchenspezifische Ausbauten und Sondermodelle, die individuelle Lösungen für unterschiedlichste Gewerbe liefern“, erklärt Carsten Schopf, Leiter Businesskunden und Gebrauchtwagen. „Damit haben wir einen echten USP auf dem deutschen Markt“, sagt er.
Nutzfahrzeuggeschäft
Mehr Marge mit treuen Transporter-Kunden
Die Autobauer haben längst erkannt, welch lukrativer Wachstumsmarkt im Nutzfahrzeuggeschäft steckt. Im Autohandel dagegen ist noch nicht überall bekannt, welches Potenzial dort noch verborgen liegt. Dabei verspricht das Geschäft langfristige Kundenbeziehungen, mehr Serviceaufträge und höhere Margen.