Wolfsburg. Das geplante Sparprogramm von Volkswagen bringt die Konzerntöchter Audi und Porsche auf die Barrikaden. Die hoch profitablen Marken weigerten sich, ihre Investitionen zu kürzen, nur weil VW zu wenig Geld verdiene, berichtet der „Spiegel“ in seiner neuesten Ausgabe. VW müsse die Kosten senken, nicht Audi oder Porsche, werden namentlich nicht genannte Manager der beiden Luxus-Marken zitiert. So kritisieren die Manager, dass der mit Milliardenaufwand errichtete Produktionsstandort Chattanooga in den USA nicht ausgelastet sei, weil dort das falsche Modell produziert werde. Auch im Werk Wolfsburg soll es Fehlinvestitionen gegeben haben, weshalb nun Produktionschef Michael Macht – ein ehemaliger Porsche-Manager – um seinen Job fürchten müsse. Auch der Stuhl von Konzernvertriebschef Christian Klingler wackelt, berichtet das Blatt. Kritisiert wird zudem das von VW-Chef Martin Winterkorn betriebene Projekt eines Billigautos für Schwellenländer. Solch ein Fahrzeug sei kaum geeignet, die Rendite zu heben, heißt es in Ingolstadt und Stuttgart. (rei)
Medienbericht
Zoff zwischen Audi, Porsche und VW
Im VW-Konzern kracht es: Audi und Porsche werfen der Marke Volkswagen Missmanagement vor, schreibt der „Spiegel“ in seiner neuesten Ausgabe. Zwei VW-Manager müssen um ihren Job fürchten.
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