München. Fahrzeugentwickler müssen mit immer mehr Bällen jonglieren. Fahrzeugderivate basierend auf modularen Architekturen nehmen zu und gleichzeitig steigt die Komplexität durch neuartige Antriebskonzepte wie Elektrofahrzeuge oder Plug-in Hybride. „Dennoch müssen neue Architekturentscheidungen zu einem sehr frühen Entwicklungszeitpunkt getroffen werden“, verdeutlicht Raimund Siegert, Leiter Thermomanagement bei Daimler. Dabei sind die Anforderungen an die Genauigkeit in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. „Aus einer punktuellen Simulationen, als unterstützende Entwicklungsleistung, ist heute eine umfassende digitale Erprobung geworden, die den Anspruch verfolgt, die Konzepte in allen relevanten Lastfällen zu beurteilen. Wir wollen eine möglichst hohe Verblockung zwischen den Derivaten sicherstellen und die Funktionalität optimieren. Auf Basis dessen treffen wir heute unsere Fahrzeug-Architekturentscheidungen“, ergänzt Siegert.
Dabei macht er drei große Trends aus: 1. Immer komplexere Materialkombinationen wie Stahl, Aluminium oder sogar Kohlefasern müssen im Verbund funktionieren. Nach dem Motto „das richtige Material am richtigen Ort“ werden dafür neuartige Material- oder Fügetechnikmodelle sowie die zugehörigen Materialkennwerte benötigt.