Paris. Vielmehr komme es darauf an, in den richtigen Technologiefeldern stark aufgestellt zu sein und Trends schnell umsetzen zu können. „Beim automatisierten Fahren gehörten wir zu den Ersten, die Lösungen für das selbstständige Einparken von Fahrzeugen angeboten haben. Und wir sind heute schon in der Lage, autonomes Fahren technisch zu ermöglichen“, so Aschenbroich. Im Jahr 2013 habe Valeo rund 800 Patente eingereicht und das Budget für Forschung und Entwicklung auf gut 1,1 Milliarden Euro gesteigert. „Wir sind zurzeit der Zulieferer, der am schnellsten wächst. Im ersten Halbjahr ist unser Umsatz auf vergleichbarer Basis um zehn Prozent auf 6,3 Milliarden Euro gestiegen, der Nettoertrag stieg um 15 Prozent“, sagte der Valeo-Chef und fügte hinzu: „Wir verzeichnen derzeit ein Plus beim Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel. An diesen Zahlen sehen Sie, dass Erfolg mit Größe nichts zu tun hat.“ Zu den Kleinen in der Branche zählt Valeo aber nicht: Im Jahr 2013 wurden von 78.600 Mitarbeitern 12,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Weltweit hat Valeo in 29 Ländern 123 Werke und 34 Entwicklungszentren. Das Unternehmen teilt sein Geschäft auf die vier Felder Comfort and Driving Assistance, Powertrain, Thermal Systems und Visibility Systems auf.
Größe allein zählt für Valeo nicht
Die Autohersteller wünschten sich von Lieferanten erster Ordnung noch mehr Systemkompetenz, so Aschenbroich. „Darauf stellen wir uns ein. Kurz gesagt, wollen wir Augen und Ohren des Autos sein. Und das Gehirn, das diese steuert, liefern wir auch.“ Dem Preisverfall bei der Automobilelektronik gewinnt Aschenbroich auch positive Seiten ab: „Wenn eine Innovation wie das LED-Licht günstiger wird, wächst die Chance, dass diese Innovation in den Massenmarkt gelangt. Für einen Zulieferer ist das interessanter, als kleine Stückzahlen im hochpreisigen Segment zu produzieren.“ Für das laufende Jahr erwartet Aschenbroich ein globales Wachstum der Autobranche von drei Prozent und etwa zwei Prozent in Europa. „In unseren wesentlichen Geschäftsfeldern werden wir dieses Jahr weiter stärker wachsen als der Markt.“