Lippstadt. Die Aktien stammen aus dem Besitz der etwa 60 Mitglieder umfassenden Gesellschafterfamilie. Zusammen mit der ersten bei institutionellen Anlegern über eine Kapitalerhöhung platzierten Tranche erreichte das Emissionsvolumen etwa 430 Millionen Euro. Zunächst werden nur 15 Prozent der Hella-Aktien an die Börse gegeben. Der Zulieferer strebt eine Aufnahme in den MDAX der mittelgroßen Unternehmen an. Mit dem Kapitalmarkt ist Hella bereits vertraut, da der Konzern mehrere Anleihen platziert hat. Die Einnahmen aus dem Börsengang wollen die Lippstädter einsetzen, um vor allem international zuzulegen. Jürgen Behrend, persönlich haftender, geschäftsführender Gesellschafter, hatte im Vorfeld des Börsengangs betont, dass Hella „langfristig ein eigenständiges Familienunternehmen bleibt“. Der Börsengang eröffne aber Möglichkeiten, „um unseren langfristigen Wachstumspfad erfolgreich fortzusetzen“. Zuletzt hatte der Zulieferer neue Werke in China und Mexiko eröffnet. Im Geschäftsjahr 2013/2014 (endete am 31. Mai) hatte das Unternehmen 5,3 Milliarden Euro Umsatz erzielt.
Expansion geplant
Hella gelingt der Sprung aufs Börsenparkett
Der Licht- und Elektronikspezialist Hella ist solide an der Frankfurter Börse gestartet. Der erste Kurs wurde am 11. November bei 27,50 Euro festgestellt und lag damit über dem Ausgabekurs. Ausgewählte Investoren hatten in den vergangenen Wochen bei Privatplatzierungen rund 11,1 Millionen Aktien für 25 Euro pro Stück und in einem zweiten Schritt 5,75 Millionen Papiere für 26,50 Euro gekauft.