Stuttgart. Bereits Ende 2010 hatte Daimler den Ersatz des französischen Dassault- Systems Catia durch Siemens NX beschlossen. Ein wichtiges Entscheidungskriterium war, dass sich die bei Daimler eingesetzte Software zum Produktdatenmanagement „Smaragd“ mit der Siemens-Software NX vernetzen lässt. Damit wurde die Grundlage dafür geschaffen, um sämtliche Entwicklungs- und Produktplanungsprozesse im Unternehmen sicherzustellen. „Wir liegen voll im Zeitplan und haben intensive Unterstützung von unserem Systemlieferanten“, gibt sich Michael Gorriz, IT-Chef bei Daimler, optimistisch. Er sieht den Konzern mit der neuen Konstruktions- und Produktdaten- Software für die Zukunft jedenfalls gut gerüstet. „Für uns bedeutet das Projekt mehr als nur eine Systemumstellung – wir nutzen die Gelegenheit, um alle Engineering-Prozesse auf den modernsten Stand der Automobilindustrie zu bringen.“ Mit dem Anwendertraining, der Datenmigration, Support und Einführung der neuen Software liege der Konzern im Soll.
Software-Wechsel
Heiße Phase bei Daimlers CAD-Umstellung
Der Fahrzeughersteller Daimler setzt bei der weltweiten Pkw- und Lkw-Entwicklung auf die CAD-Software NX von Siemens PLM. Das intern bei Daimler unter dem Namen PLM2015 laufende Großprojekt geht nun in die entscheidende Phase. Bis zum zweiten Quartal 2015 sollen die Arbeiten in allen Geschäftsbereichen abgeschlossen sein.
Rollout-Manager im Einsatz
Laut Daimler wurden bereits 3000 Anwender auf die neue Software geschult. Nach Ende der Umstellung werden über 6000 Anwender mit der neuen Software arbeiten können. Zur Koordination des Rollouts wurden spezielle Manager ausgebildet, die Planung und Status der Umstellung in den Fachbereichen betreuen und sicherstellen. Betroffen sind von der Umstellung auch die Lieferanten. Bestehende wie auch künftige Zulieferer des Konzerns müssen ihre Daten auf der Siemens-Software NX liefern können.