Stuttgart. Mexiko ist für die Stuttgarter schon lange kein Neuland mehr. Der Zulieferer ist dort bereits seit 1955 präsent. In den vergangenen zehn Jahren hat der Konzern in dem Land rund 370 Millionen Euro investiert. Im Jahr 2013 haben die Stuttgarter in Mexiko mehr als 700 Millionen Euro umgesetzt. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt und liegt heute bei über 10.600. Bosch hatte im April in der zweitgrößten mexikanischen Stadt Guadalajara sein erstes Zentrum für Softwareentwicklung und Ingenieurdienstleistungen in Amerika eröffnet. Am Standort werden bereichsübergreifende Programmierungs- und Applikationsdienstleistungen angeboten. Doch auch andere Zulieferer sind in dem nordamerikanischen Land aktiv. Der Licht- und Elektronikspezialist Hella hat Anfang des Jahres ein weiteres Werk in Mexiko eröffnet. In Irapuato sollen mittelfristig 1500 Mitarbeiter rund 1,2 Millionen Scheinwerfer sowie 2,4 Millionen Rückleuchten pro Jahr für Autobauer in Nord- und Südamerika produzieren.
Bosch investiert
Zulieferer auf dem Weg nach Nordamerika
Bosch reagiert auf die Expansion etlicher Fahrzeughersteller nach Mexiko und baut dort das eigene Geschäft massiv aus. In den kommenden Jahren will Bosch-Chef Volkmar Denner in Mexiko rund 400 Millionen Euro investieren und etwa 3000 Arbeitsplätze schaffen, wie er im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ sagte. Neben einem Forschungs- und Entwicklungszentrum plant der weltgrößte Zulieferer auch eine Erweiterung der Fertigungskapazitäten. „Es ist ein klares Bekenntnis zum amerikanischen Markt“, sagte Denner.