München. Im Rahmen der bundesweit geförderten Initiative „Schaufenster für Elektromobiltät“ hat das Berufsbildungszentrum der Kfz-Innung München-Oberbayern einen rein elektrischen BMW i3 als Lehrgangsobjekt für technische Schulungen erhalten. Eingesetzt wird das Fahrzeug vor allem im Berufsbildungszentrum für Kraftfahrzeugtechnik, das die Innung in München betreibt. Dort werden jährlich über 1500 Kfz-Mechatroniker geschult. Mit rund 2000 Mitgliedsbetrieben ist die Kfz-Innung München-Oberbayern die größte bundesweit.
Mit der Ausweitung ihrer Elektro-„Flotte“ stellt sich die Innung auf die breitere Palette der Antriebstechnologien ein. Erst kürzlich erhielt das Berufsbildungszentrum von Iveco einen elektrischen Daily-Transporter. Zudem befinden sich im Schulungs-Fuhrpark bereits unter anderem je ein Renault Kangoo Z.E., ein Smart Electric Drive und ein Mercedes Vito e-Cell. „Der Markt für nachhaltige Antriebssysteme in Kraftfahrzeugen beginnt relevante Dimensionen anzunehmen und stellt damit insbesondere das Kraftfahrzeuggewerbe vor besondere Herausforderungen“, betont die Innung. Die neuen Technologien erforderten auch Qualifikationsanpassungen des Personals im Kraftfahrzeugservice. Die im Rahmen des bundesweiten Schaufenster-Projekts geförderte Maßnahme „Qualifizierung von Fachkräften für Elektromobilität“ der Kfz-Innung München-Oberbayern greift diese Veränderungen auf und soll Qualifizierungen für Fachkräfte aller Ebenen entwickeln und umsetzen.
Klaus Epple, der Leiter des Bildungszentrums der Kfz-Innung, weist darauf hin, dass der BMW i3 im elektromobilen Schulungs-Fuhrpark des Bildungszentrums eine Besonderheit darstelle: „Dieses Auto wurde von seinen Entwicklungsingenieuren ausschließlich und konsequent auf seine Bestimmung als Elektromobil hin konzipiert und ist nicht nur eine elektromobile Adaption eines konventionellen Pkw“, so Epple.
Das Fahrzeug wird zur Entwicklung und Erprobung von Qualifizierungsbausteinen durch die Kfz-Innung im „Schaufenster Bayern-Sachsen Elektromobilität verbindet“ eingesetzt. In den insgesamt etwa 40 Projekten in Bayern und Sachsen arbeiten neben internationalen Unternehmen und zahlreichen Kommunen, auch regionale Energieversorger und Anbieter des ÖPNV sowie viele kleine und mittelständische Unternehmen zusammen.