Wolfsburg. Im Wolfsburger MobileLifeCampus stellten 95 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Volkswagen-Konzern ihre Forschungsarbeiten vor. Schwerpunktthemen waren Fahrerassistenzsysteme, Mitarbeiterförderung, E-Mobilität sowie Vertrieb und Marketing. „Die Doktorandinnen und Doktoranden gehen mit ihren Forschungsarbeiten wichtige Schritte in die Zukunft. Das hilft uns beispielsweise, Kundenerwartungen von übermorgen schon heute zu erkennen und frühzeitig Lösungen zu erarbeiten“, sagte Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen-Konzernforschung und der AutoUni in Wolfsburg. Praktiker, Experten und Nachwuchs-Forscher arbeiteten bei Volkswagen Hand in Hand, so Leohold.
Vertreten waren Nachwuchskräfte der Marken Volkswagen Pkw, Škoda, Audi, Porsche, MAN, Scania sowie der Volkswagen Group China. 26 Aussteller forschen zum Thema Antriebstechnik, 14 zur Produktion, jeweils elf zu Elektronik und Fahrzeugtechnik, neun zu Fragen aus dem Bereich Personal, Organisation und IT. Aus dem Bereich Elektronik beispielsweise erläuterte Stefanie Blabl ihre Arbeit zur Anpassung von Medieninhalten an den Fahrerzustand. Aus dem Bereich Produktion stellte Serdal Sivri seine Forschung zum Thema „Prozessorientiertes Wissensmanagement in der Modellpflege“ vor. Katharina Lenz aus dem Bereich Personal & Organisation zeigte ihre Arbeit zu „Erwartungen und Qualifizierungspotenzialen des dualen MINT-Studiums".
Ausstellungsstände, Exponate, zwölf Fachvorträge und mehrere Themenrundgänge förderten auf dem Doktorandentag den intensiven Austausch zwischen erfahrenen Experten und wissenschaftlichem Nachwuchs. Mehr als 600 Fachbesucher waren beim Doktorandentag zu Gast. Die Doktorandinnen und Doktoranden bei Volkswagen – aktuell 490 – fertigen ihre Dissertationen innerhalb von drei Jahren an. Sie arbeiten dabei eng mit dem jeweiligen Fachbereich zusammen, der ihnen auch einen Promotionsbetreuer zur Seite stellt. Nach der Promotion ist die Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis bei Volkswagen möglich.
Das Doktorandenkolleg, der Zusammenschluss aktueller und ehemaliger Volkswagen-Doktoranden, fördert das Netzwerk der Promovierenden untereinander auch nach dem Doktortitel. Das Doktorandenkolleg und alle seine Aktivitäten werden in verschiedenen Arbeitskreisen in Eigenregie organisiert und durchgeführt.