Schwalbach. „Die Automobilindustrie ist an immer schnelleren Prozessen interessiert“, erklärt dazu Klaus Rudert, bei Dow Automotive Systems im Bereich Verkauf, Marketing und Technik für Europa, den Mittleren Osten und Afrika verantwortlich. Betaforce wurde erstmals im BMW i3 als Strukturklebstoff eingesetzt „und bildet die erste Stufe einer ganzen Generation von Produkten“, so Rudert. Beim i3 wurden 170 Meter Klebenaht verarbeitet, um die CFK-Karosseriebauteile zu fügen. Dabei hilft der Tochter des US-Chemieriesen Dow, dass sie nicht nur Klebstoffe für Verbundwerkstoffe formulieren, sondern diese Werkstoffe auch herstellen kann. Beim BMW-Projekt wurde durch eine infrarote Bestrahlung der Härtungsprozess des Klebstoffs stark beschleunigt. Bis dahin lagen die Zeiten, nach denen die geklebten Teile bewegt werden können, bei zehn Minuten statt der nun möglichen 60 Sekunden. Jan Röttger, der bei Dow Automotive an der Schnittstelle zwischen Kommerzialisierung und Technik arbeitet, sieht das Unternehmen bei Automotive-Klebstoffen gar als weltweiten Marktführer. „Für solche Anwendungen wie beim BMW i3 sehen wir ein starkes Wachstum.
Hersteller wollen schnelle Verarbeitungsprozesse
Dow entwickelt Kleber für CFK-Werkstoffe
Der Zulieferer Dow Automotive Systems hat zwei neue Lösungen zum Verkleben von Kohlefaserverbundwerkstoffen entwickelt. Zum einen handelt es sich um die Harzmatrix Voraforce 5300, die mit einer Aushärtungszeit von 60 Sekunden den Einsatz in der Massenfertigung im Harzinjektionsverfahren (Resin Transfer Moulding – RTM) ermöglicht. Zum anderen kann Voraforce 5300 mit dem Zwei-Komponenten-Polyurethan- Klebstoff Betaforce zum Fügen von CFK-Strukturbauteilen verwendet werden.