München. Das Rennen um die Pole-Position der Premiumhersteller war selten spannender. Audi, BMW und Mercedes liegen bei wichtigen Kennzahlen für das vergangene Jahr sehr dicht beieinander. Beim Absatz beträgt der Abstand zwischen erstem und drittem Platz nur 100.000 Autos.
Für BMW dürfte es im Jubiläumsjahr 2016 ein harter Kampf werden, den hauchdünnen Vorsprung vor Mercedes zu halten. Die ersten beiden Monate geben noch keine klare Richtung vor. Mercedes konnte den Januar zwar für sich verbuchen, BMW konterte allerdings mit einem starken Februar. Mit fast 285.000 verkauften Autos mit dem Stern liegen die Stuttgarter knapp vor den Münchnern, die den schwächeren Jahresauftakt nicht ganz ausgleichen konnten und auf rund 277.000 Einheiten kommen. Dahinter folgt Audi mit 270.000.
Mercedes nimmt den Schwung aus dem vergangenen Jahr mit, als der Zuwachs 13,4 Prozent betrug. Die neue E-Klasse dürfte den Absatz weiter beflügeln. Aber BMW und Audi haben mit neuen Modellen nachgelegt. So befindet sich der neue A4 in Europa in seinem ersten vollen Verkaufsjahr und könnte Audi einen Schub verleihen.
Der Blick geht vor allem nach China, dem inzwischen größten Einzelmarkt aller drei Premiumhersteller. Dort war Mercedes im Januar um 50, im Februar noch um 30 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat gewachsen. BMW und Audi haben dieser Dynamik derzeit kaum etwas entgegenzusetzen.