Leipzig. Der Schock in Leipzig sitzt tief: Die vor genau 25 Jahren gestartete Auto Mobil International (AMI) fällt in ihrem Jubiläumsjahr aus – und ob es 2018 eine Neuauflage geben wird, ist mehr als ungewiss. Die Messe Leipzig und der veranstaltende Importeursverband VDIK sahen sich nach dem massenhaften Rückzug bereits erfolgter Anmeldungen zu dem bitteren Schritt genötigt. So hatten sich beispielsweise Ford, PSA Peugeot Citroën und Renault zunächst angemeldet, dann aber einen Rückzieher gemacht.
Wirklich überraschend kommt das Aus nicht. Auch VDIK-Präsident Volker Lange hat nach monatelangem Werben um die Show resigniert: "Ich habe für die Zukunft meine Zweifel, ob eine zweite Automobilausstellung in Deutschland langfristig eine Chance hat." Möglicherweise sei eine Schrumpfkur hin zu einer reinen Verkaufsmesse eine Alternative.
Die AMI litt bereits seit 2010 unter Bedeutungsverlust, mehrere Hersteller hatten damals abgesagt. 2014 waren dann auch die Besucherzahlen drastisch um 44.000 auf 242.000 eingebrochen. Echte Weltpremieren gab es in Leipzig schon lange nicht mehr.
Im April nun sollte ein neuer Anlauf mit verkleinerter Fläche in nur noch einer Halle und neuen Ansätzen für eine "Auto Erlebnis Messe" starten. Doch das neue Konzept überzeugte die meisten Importeure nicht. "Wir hatten nicht den Eindruck, dass man unsere Vorschläge für gewisse Veränderungen am Konzept in Erwägung gezogen hat", sagt der Kommunikationschef von PSA Deutschland.