Valencia. Mit knapp 120.000 verkauften Autos und einem Zuwachs von rund einem Drittel hat die Daimler-Tochter Smart ein erfolgreiches Jahr 2015 hinter sich. Zum Rekord reichte es aber nicht. Der stammt noch aus dem Jahr 2005, als 143.000 Stadtwagen verkauft wurden. Damals gab es mit Ablegern wie dem Roadster oder Crossblade auch mehr Modelle.
Ein solch großes Portfolio soll es bei der neuen Generation nicht mehr geben, obwohl immer wieder etwa über einen kleinen Geländewagen spekuliert wird. Nach Smart Fortwo und Smart Forfour kommt im März die Cabrio-Variante auf den Markt. Dieses Jahr folgen dann noch der Brabus-Ableger mit stärkeren Motoren sowie die vollelektrischen Varianten.
"Es geht nicht darum, jede Nische zu besetzen", sagte Smart-Chefin Annette Winkler der Automobilwoche bei der Fahrvorstellung des Cabrios in Valencia. Wichtiger seien den Smart-Fahrern Services rund um die Marke, die sich heute bequem per Smartphone integrieren lassen. Dazu zählt sie etwa das Carsharing-Angebot Car2go oder das bargeldlose und vergünstigte Parken in vielen Parkhäusern.
Obwohl Smart im vergangenen Jahr zulegen konnte, ist unklar, ob mit der Kleinstwagen-Tochter Geld verdient wird. "Wir tragen zur Profitabilität von Mercedes-Benz Cars bei", sagt Winkler. Bei Daimler-Chef Dieter Zetsche hört es sich verhaltener an. Am Rande der Automesse in Detroit sagte er, die Wirtschaftlichkeit von Smart sei viel besser als in der Vergangenheit, als der Einfluss "signifikant" gewesen sei. Heute sei die Wirtschaftlichkeit "kein Problem mehr".
Auf dem Wachstumskurs zählen für Annette Winkler weniger Länder als vielmehr einzelne Städte, die man in Angriff nehmen wolle. In den USA gehören dazu etwa San Francisco und Portland an der Westküste. Den Viersitzer wird es in den USA allerdings nicht geben. Eine Anpassung an die technischen Anforderungen des amerikanischen Markts wäre zu teuer gewesen.