Genf. Nissan wird 2017 als erster Volumenhersteller in Europa mit dem Qashqai ein Auto für halbautonomes Fahren anbieten. Nach einer Modellpflege werde der Qashqai dann mit einer dynamischen Abstandsautomatik und einem aktiven Spurhaltesystem ausgestattet werden, kündigte Europa-Chef Paul Willcox an. Ein autonomer Spurwechsel, wie ihn die neue Mercedes E-Klasse bietet, ist aber noch nicht möglich.
Den nächsten Schritt zum vollautonomen Fahren will Nissan 2020 gehen. Noch 2016 werde man bei einer Demo-Fahrt in Europa zeigen, dass die Technik serienreif ist. "Der Qashqai hat den Crossover-Boom ausgelöst, und nun ist er der Erste in einer Reihe von Fahrzeugen mit autonomen Fahrtechnologien", kündigte Willcox an. Vermarktet werden soll die Technik unter dem Begriff "intelligent drive".
"Wir haben uns beim Ausrollen der autonomen Fahrfunktionen für den Qashqai entschieden, weil er unser volumenstärkstes Modell ist und weil bereits heute die Hälfte aller Qashqai-Kunden die höchste Ausstattungsstufe ordern. Die Kunden sind bereit, für diese Technologie einen Aufpreis zu bezahlen."
Nissan werde auch bei der Elektromobiliät seinen Führungsanspruch untermauern, betonte Willcox. Unter anderem werde ein neues Hauptquartier in Frankreich mit dem weltweit größten "Vehicle-to-grid"-System zur bidirektionalen Energiesteuerung ausgestattet.