Augsburg. Zum einen werden dort 3-DDrucker hergestellt, die an Fahrzeugbauer und Zulieferer verkauft werden. Zum anderen tritt ExOne als Dienstleister auf und betreibt die Anlagen selbst, um Gussformen für Kunden verschiedener Branchen zu produzieren. In beiden Bereichen werden etwa 40 Prozent des Umsatzes mit der Autoindustrie gemacht. Spezialität von ExOne ist das Sanddruckverfahren. Erster Industriekunde war im Jahr 2001 BMW. Auf der Hannover Messe im April hatte ExOne erstmals in Europa sein Metalldruckverfahren vorgestellt. „Wenn heute ein Gussteil entwickelt wird, dann wird dafür häufig unser 3-D-Druckverfahren eingesetzt“, so Höchsmann. Um ein Werkzeug mithilfe eines konventionellen Fräsprozesses herzustellen, vergehen mehrere Wochen. „Das lässt sich mit dem 3-D-Druck wesentlich schneller bewältigen – innerhalb von Tagen“, erklärt Höchsmann.
Nächster Schritt: 30.000 Stück
Man sei bereits in der Lage, Teile für Kleinserien wie beispielsweise Motorkomponenten bis 500 Stück herzustellen. „Da arbeiten wir im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsverfahren kostenneutral. Der nächste Schritt sind Kleinserien in einer Größenordnung von 20.000 bis 30.000 Stück.“ Insbesondere komplexe Gussteile lassen sich gut im 3-D-Druckverfahren fertigen. „Derzeit arbeiten wir mit Schlüsselkunden an der Umsetzung. Bis zum Jahr 2020 werden wir sicherlich so weit sein“, gibt sich Höchsmann zuversichtlich. Neben Autofirmen hat er auch an andere Abnehmer wie die Luftfahrtindustrie im Visier. Bis ein Autohändler ein komplettes Fahrzeug nach Kundenwunsch aus dem Drucker kommen lässt, wird es aber noch dauern: „Das kann ich noch lange nicht sehen“, winkt Höchsmann ab.