Stuttgart. Bosch will seinen Geschäftsbereich Starter und Generatoren mit etwa 1,4 Milliarden Euro Umsatz ausgliedern und sucht dazu einen Partner oder Käufer. „Bosch sucht jetzt das Gespräch mit potenziellen Interessenten“, sagte ein Unternehmenssprecher der Automobilwoche. Die in der Sparte hergestellten Komponenten werden auch bei Start-Stopp-Systemen eingesetzt. An weltweit 13 Produktionsstandorten arbeiten rund 6500 Mitarbeiter für den Geschäftsbereich. In Hildesheim produzieren 900 von 1350 Beschäftigten Starter, Motoren und Generatoren. In Schwieberdingen bei Stuttgart arbeiten von 6000 Entwicklern 500 für den von der Ausgliederung betroffenen Bereich. Rolf Bulander, bei Bosch für die Kfz-Sparte Mobility Solutions verantwortlich, sieht in einem wettbewerbsintensiven und kostengetriebenen Markt „zusammen mit einem Partner oder Käufer bessere Wachstumschancen“. Insbesondere in den Regionen, in denen der Bereich noch nicht breit vertreten ist, könne er sich dadurch weitere Wachstumschancen erschließen. In Nordamerika und China bringt es Bosch mit Startern und Generatoren bislang nur auf geringe Marktanteile.
Alte Wunden aufgerissen
Die Pläne der Stuttgarter treffen auf heftigen Widerstand. IG Metall und Betriebsrat sehen das Vorhaben sehr kritisch. Uwe Mebs, IG-Metall-Bevollmächtigter in der Region Alfeld-Hameln- Hildesheim, betont, dass die IG Metall bereits ausgesprochen schlechte Erfahrungen am Standort Hildesheim bei der Ausgliederung der Produktionsbereiche von Blaupunkt gemacht hat. Dabei wurden insgesamt rund 1000 Arbeitsplätze abgebaut. Wie die Arbeitnehmervertreter weiter vorgehen wollen, ist noch offen. Erneute Beratungen sollen folgen.