München. Das Rennen um den Spitzenplatz der deutschen Premiumanbieter spitzt sich zum Jahresende immer mehr zu. Deutlich macht dies der Blick auf die Kernmarken Audi, BMW und Mercedes-Benz. Demnach haben die Stuttgarter mit knapp 478.000 verkauften Autos im dritten Quartal die Münchner mit ihren rund 463.800 Autos hinter sich gelassen. Audi belegt mit 446.000 Autos den dritten Platz.
Auf Jahressicht sieht die Reihenfolge für BMW günstiger aus, Ende Oktober liegt die weißblaue Premiummarke mit einem Absatz von rund 1.561.000 Autos knapp 30.000 Einheiten vor Mercedes und etwa 64.000 vor Audi. Allerdings weist Mercedes von allen drei Marken die höchsten Zuwachsraten auf. Die Marke legte zuletzt weltweit Monat für Monat im zweistelligen Prozentbereich zu. Audi und BMW wachsen deutlich moderater. Wer am Jahresende die Nase vorn hat, dürfte sich auf den letzten Wochen entscheiden. BMW konnte im Oktober jedoch wieder mehr Fahrt aufnehmen.
Für Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach steht Daimler-Chef Dieter Zetsche schon jetzt als Gewinner fest. "Entscheidend ist, dass Mercedes wieder auf Augenhöhe mitspielt, auch was die Rendite angeht", sagt er. Die übertraf mit 10,5 Prozent im dritten Quartal die Renditen der Konkurrenz. Ein Grund dafür sind die hohen Zuwächse bei SUVs und C-Klasse, wo die Margen höher sind als bei den Kompaktwagen. Geholfen habe aber auch eine bessere Preisdurchsetzung, so eine Daimler-Sprecherin.