Nürnberg. So stieg das operative Ergebnis (EBIT) des weltweit viertgrößten Anbieters von Bordnetzen und der Nummer eins bei Automobilkabeln nicht wie prognostiziert auf über 200 Millionen Euro, sondern um 11,9 Prozent auf 182,5 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs um 4,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurde das Personal um rund zehn Prozent auf fast 68.000 Mitarbeiter aufgestockt. Laut Finanzchef Dieter Bellé, der Klaus Probst im Mai auf dem Chefsessel ablösen wird, ist das eine Folge der „hohen Vorleistungen“ in der personalintensiven Bordnetzsparte. Für das Jahr 2015 erwartet der Zulieferer ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Als Ziel für das operative Ergebnis nehmen sich die Franken erneut die Marke von mindestens 200 Millionen Euro vor. Für das kommende Jahr sind weiterhin fünf Milliarden Euro Umsatz geplant. Die EBIT-Marge soll dann sieben Prozent erreichen, im vergangenen Jahr lag sie bei 4,5 Prozent. Mehr als 25 Neuprojekte werden die Investitionen 2015 mit 240 Millionen Euro auf einen Höchstwert treiben. In Nordamerika könnte Leoni demnächst schärferer Wind entgegenblasen. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge will der weltgrößte Kabelhersteller Prysmian mit dem Kauf des US-Konkurrenten General Cable Marktanteile gewinnen.
Umstellungsprobleme
Leoni hält trotz Rückschlägen am Kurs fest
Probleme bei der Umstellung einer mexikanischen Bordnetz-Produktionsstätte von Lkw- auf Pkw-Bordnetze haben bei Leoni 2014 das Ergebnis getrübt. Produktionsverzögerungen sowie Mehrarbeit und Sonderfrachten sorgten für Belastungen in Höhe von 15 Millionen Euro. Der Währungsverfall des Rubels kostete weitere vier Millionen Euro.