Detroit. Neben der 48-Volt-Hybridisierung werden bei dem Auto weitere Technologien der Franken eingesetzt. Dazu gehört unter anderem ein spezieller Starter, eine Allradantrieb-Trennkupplung, ein Thermomanagementmodul sowie Maßnahmen zur Dämpfung und Reibungsoptimierung im Antriebsstrang. Gutzmer ist ein starker Befürworter von 48-Volt-Lösungen. Er ist überzeugt, dass sich die Technik in der Kompaktklasse auch unter Kostenaspekten sinnvoll einsetzen lässt, ein Vollhybrid hingegen wäre zu teuer. Die Kosten würden mit dem Eineinhalb- bis Zweifachen zu Buche schlagen. Inklusive des Einsatzes eines Mildhybrid (dabei unterstützt der Elektro- den Verbrennungsmotor) mit 48-Volt-System hält Gutzmer eine Verbrauchsreduzierung von bis zu 44 Prozent für möglich.
Zulieferer Schaeffler
Mit 48 Volt zum Erfolg
Das jüngst von Zulieferer Schaeffler vorgestellte Konzeptfahrzeug CAFE 2025 auf Basis eines Ford Escape erfüllt bereits die US-Verbrauchsstandards für das Jahr 2025. CAFE steht für „Corporate Average Fuel Economy“ und beschreibt die gesetzlichen Flottenverbrauchsvorschriften in den USA. „Die Lösungen des Fahrzeugs können wir teilweise schon heute oder in den nächsten drei Jahren anbieten“, so Technikvorstand Peter Gutzmer.
Starkes Umsatzplus
Nach vorläufigen Zahlen hat der Wälzlagerhersteller im vergangenen Jahr rund zwölf Milliarden Euro Umsatz erzielt – ein Plus von gut sieben Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Etwa 73 Prozent des Umsatzes entfielen auf das Geschäft mit der Automobilindustrie. In Nord- und Südamerika hat der Zulieferer den Umsatz um rund 20 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro verbessert. Die Region trägt 21 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Ein Plus in gleicher Größenordnung strebt das Unternehmen auch für das laufende Jahr an.